Chrysogonus-Relief und Ikone

Sandsteinrelief (um 1490)

Vortrag Schormann
Vortrag Michael Schormann

Aus Anlass der Berwahrung der Stadt vor einem Überfall durch Herzog Heinrich den Älteren von Braunschweig und Wolfenbüttel an den Tagen Chrysogonus (24. November), Katharina (25. November) und Konrad von Konstanz (26. November) im Jahr 1490 wurde ein spätgotisches Relief, das die Heiligen dieser drei Tage darstellt, für die Marienkapelle gestiftet. So will es die Überlieferung. 

Noch Jahrhunderte später gedachte man in Hannover am 24. November mit Dankgottesdiensten der Bewahrung der städtischen Freiheit.  

Das spätgotische Relief, von dem eine große Ecke im Laufe der Jahrhunderte herausgebrochen ist, ist heute als das älteste Ausstattungstück der Gartenkirche im südlichen Querschiff angebracht.

Ikone (2015)

Chrysogonus
Bild: Nikola Saric

Aus Anlass der 525. Wiederkehr der Ereignisse des Novembers 1490 vor den Toren der Stadt, hat sich die Kirchengemeinde entschlossen, das Relief neu ins Bewusstsein zu holen und ihm ein zeitgenössisches Gegenüber zu geben. Der Künstler Nikola Saric konnte gewonnen werden, die auf dem Chrysogonus-Stein dargestellten Heiligen in Form einer Ikone, die die Größe und auch die Formensprache des Reliefs aufnimmt, wieder sichtbar werden zu lassen. 

Als orthodoxe Ikone soll sie uns auch an den wichtigen Auftrag unserer Kirchengemeinde erinnern, uns für die Ökumene einzusetzen.