Fastentuch

Pfarrer und Künstlerin vor dem Fastentuch
Pastor Dohrmann und die Künstlerin Constanze Rilke vor dem Fastentuch (Bild: Ahrensmeier EZ)

In früheren Zeiten war es vielerorts üblich, die Kirche in der Fastenzeit vor Ostern mit einem Fastentuch zu verhängen. Diese Tücher waren ursprünglich schlicht weiß. Sie sollten die Farbigkeit von Altären und Gemälden verdecken, um sich wieder stärker auf das Wesentliche zu konzentrieren, das Hören auf Gottes Wort und auf die innere Stimme in uns.

In einer bunten Kirche wie unserer Gartenkirche kann es auch einmal ganz heilsam sein, sich zu reduzieren. Und vor allem: In einer Gesellschaft, die uns mit einer immer größeren Flut an Bildern und Informationen konfrontiert, kann ein (fast) schlichtes Tuch, das uns zur Meditation und Ruhe führen möchte, auch ein Gewinn sein.

Die Kirchengemeinde konnte die Grafikerin und Textilkünstlerin Constanze Rilke (geb. 1978) für dieses Projekt gewinnen. Sie hat an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle/Saale Malerei und Textile Künste studiert.

Ihr Fastentuch ist ein Kunstwerk von beachtlichen Ausmaßen: Eine Webarbeit, 4 mal 7 Meter groß.

Das Fastentuch nimmt das Motiv des Gartens auf, passend zum Namen unserer Kirche. Von Aschermittwoch an wird es von nun an in jedem Jahr in unserer Kirche aufgehängt und begleitet uns durch die Fastenzeit bis zum Osterfest.

 

Bild: Evangelische Zeitung 10. Febr. 2016

Constanze Rilke
Die Künstlerin Constanze Rilke vor dem Fastentuch: Bild Ahrensmeier (EZ)

Die Künstlerin Constanze Rilke

Bild: Evangelische Zeitung 10. Febr. 2016